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Der Datenmarkt florierte in den vergangen Jahren. Ein deutlicher Vertrauensverlust gegenüber Plattformen, die als sicher und datenschutzfreundlich betrachtet werden, hat den Markt jedoch behindert. Dieser Vertrauensmangel hat die Datenwirtschaft hart getroffen, da ihre Ressourcen auf offene Daten beschränkt wurden. Dieser Rückgang dürfte sich fortsetzen, wenn die technischen Standards nicht angepasst werden. Mit dem EU-finanzierten Projekt TRUSTS soll das früher in den Datenmarkt gesetzte Vertrauen wiederhergestellt werden – durch die Entwicklung einer neuen Plattform unter Nutzung der Erfahrungen aus zwei großen nationalen Projekten, und indem gleichzeitig die zukünftige Einführung neuer Plattformen ermöglicht wird. Es ist geplant, diese Plattform als Plattform-Botschafter zu nutzen und eine sorgfältige Untersuchung der Ethik des Datenmarktes einzuleiten.

Der Mangel an vertrauenswürdigen und sicheren Plattformen und datenschutzbewussten Analysemethoden für den sicheren Austausch von persönlichen Daten und proprietären/kommerziellen/industriellen Daten behindert die Schaffung eines Datenmarktes und einer Datenwirtschaft, da der Datenaustausch meist auf offene Daten beschränkt ist. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn unterschiedliche technische Standards, Qualitätsniveaus und rechtliche Aspekte unkontrolliert voneinander abweichen dürfen. 

 

TRUSTS wird das Vertrauen in das Konzept der Datenmärkte als Ganzes sicherstellen, indem es sich auf die Entwicklung einer Plattform konzentriert, die auf den Erfahrungen zweier großer nationaler Projekte basiert und gleichzeitig die Integration und Übernahme zukünftiger Plattformen ermöglicht. Die TRUSTS-Plattform wird unabhängig und als Plattform-Föderator agieren und gleichzeitig die rechtlichen und ethischen Aspekte untersuchen, die für die gesamte Datenvalorifizierungskette von den Datenanbietern bis zu den Verbrauchern gelten. D.h. sie wird:

 

(a) die Einrichtung eines voll funktionsfähigen und GDPR-konformen europäischen Datenmarktplatzes werden für personenbezogene Daten und nicht-personenbezogene Daten, die sowohl auf die persönliche als auch auf die industrielle Nutzung abzielen. Dies geschieht durch Nutzung bestehender Datenmarktplätze (Internationaler Datenraum und Datenmarkt Österreich) und deren Anreicherung mit neuen Funktionalitäten und Diensten.

(b) Demonstration und Realisierung des Potenzials der TRUSTS-Plattform in drei Anwendungsfällen, die auf die Industriesektoren der Geschäftsdaten von Unternehmen abzielen. Insbesondere geschieht dies in den Branchen der Finanz- und Telekommunikationsbetreiber, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass sie durch ein praktikables, konformes und wirkungsvolles Governance-, Rechts- und Geschäftsmodell unterstützt wird. 

 

Um einen europäischen Datenmarkt zu schaffen, der auf sicherem und vertrauenswürdigem Datenaustausch basiert, bringt das TRUSTS-Konsortium Technologieanbieter zusammen, die bereits stark an großen nationalen Datenmarktprojekten beteiligt sind. Diese Integration wird von sechs Unternehmen (darunter zwei Datenanbieter in drei verschiedenen Anwendungsfällen) in der Praxis getestet. Die TRUSTS-Technologie und die Anwendungsfälle werden auf geschäftliche, rechtliche und ethische Gesichtspunkte überprüft, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse des Projektes über seine Dauer hinaus nachhaltig sind.

 

Projektpartner:

SEMANTIC WEB COMPANY GMBH, KNOW-CENTER GMBH, TECHNISCHE UNIVERSITEIT DELFT, KATHOLIEKE UNIVERSITEIT LEUVEN, FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FOERDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V., EMC ISRAEL, RESEARCH STUDIOS AUSTRIA, GOVERNANCE ONE GMBH, INTERNATIONAL DATA SPACES EV, DATA INTELLIGENCE OFFENSIVE, ELLINIKI ETAIRIA TILEPIKOINONION KAI TILEMATIKON EFARMOGON AE, TRAPEZA PEIRAIOS AE, EBOS TECHNOLOGIES LIMITED, LSTECH ESPANA, RELATIONAL ROMANIA SRL, IDRYMA TECHNOLOGIAS KAI EREVNAS

Projektkoordinator:  GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ UNIVERSITAET HANNOVER, L3S

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