Bundesforschungsministerin Bär testet souveräne KI

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat am 28. Oktober 2026 im Rahmen ihres Antrittsbesuchs bei Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs Einblicke in die Forschung an der Leibniz Universität Hannover (LUH) und an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erhalten. Begleitet wurde sie unter anderem von LUH-Präsident Prof. Dr. Volker Epping. Wissenschaftler des L3S stellten der Ministerin ihre Arbeiten zu künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit vor.

Prof. Dr. Wolfgang Nejdl, Dr. Yao Rong und Maximilian Zühlke präsentierten das Projekt Soofi (Sovereign Open Source Foundation Models). Anhand interaktiver Live-Demonstrationen bekam die Ministerin einen Eindruck von der Funktionsweise und den Einsatzmöglichkeiten des KI-Sprachmodells. Sie konnte die Anwendungen selbst ausprobieren und Fragen direkt mit den Forschern diskutieren. Die Demos zeigten, wie Soofi Anfragen beantwortet und dabei bei den Fakten bleibt. Offen verfügbare Sprachmodelle wie Soofi können dazu beitragen, technologische Abhängigkeiten zu verringern und die Entwicklung von KI-Anwendungen in Europa eigenständig voranzubringen.

Zum Thema IT-Sicherheit stellte Prof. Dr. Sascha Fahl, ebenfalls vom L3S, vor, wie neue Technologien dabei helfen können, Sicherheitsrisiken zu erkennen und Nutzer im digitalen Alltag zu unterstützen. Dazu gehörten KI-Anwendungen, die mithilfe von Smart Glasses Phishing-Nachrichten identifizieren.

Weitere Stationen des Besuchs waren das Biomolekulare Wirkstoffzentrum (BMWZ) und das Hannover Institute of Technology (HITec), wo unter anderem die Exzellenzcluster PhoenixD und QuantumFrontiers sowie der Einstein-Elevator im Mittelpunkt standen.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs an der Leibniz Universität Hannover: Sascha Fahl, Wolfgang Nejdl, Yao Rong und Monty-Maximilian Zühlke präsentierten L3S-Forschung zu Soofi und IT-Sicherheit. Fotos: Sören Pinsdorf/LUH