Das L3S ist Partner von REGolution, einem neu bewilligten Doktoranden-Netzwerk im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA-DN) des Programms „Horizont Europa“. Das von der Universiteit Utrecht koordinierte Projekt vereint neun begünstigte Einrichtungen aus sieben europäischen Ländern und hat eine Laufzeit von 48 Monaten ab Januar 2027.
KI-Expertise im Zentrum der Arzneimittelregulierung
REGolution wird 14 Doktoranden in fortgeschrittenen quantitativen Methoden ausbilden, um eine fundierte regulatorische Entscheidungsfindung in der Arzneimittelentwicklung zu unterstützen. Das L3S bringt seine Expertise in den Bereichen maschinelles Lernen und KI-gestützte Methoden ein, um transparente und interpretierbare Forschungswerkzeuge für den gesamten Lebenszyklus von Arzneimitteln zu entwickeln.
Die Doktorandinnen und Doktoranden werden an methodischen Innovationen für klinische Studien, der Analyse von Real-World-Daten für unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen sowie KI-gestützten Ansätzen für die Entscheidungsfindung in der Arzneimittelzulassung und der Gesundheitstechnologiebewertung arbeiten. Alle Ergebnisse werden als Software, Frameworks und Leitfäden für Zulassungsbehörden und die wissenschaftliche Gemeinschaft frei zugänglich gemacht.
Internationales Konsortium, starke regionale Vernetzung
Neben dem L3S gehören unter anderem das Universitätsklinikum Göttingen, das Paul-Ehrlich-Institut, die Universität Oslo, die Universität Kopenhagen, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und AP-HP Paris Cité zum Konsortium. Die Beteiligung von L3S und dem Universitätsklinikum Göttingen spiegelt eine etablierte Zusammenarbeit wider: Beide Einrichtungen sind Kernpartner in CAIMed, dem Niedersächsischen Zentrum für KI und kausale Methoden in der Medizin. An der Schnittstelle zwischen KI-Methodik und klinischer Forschung besteht bereits ein gemeinsamer Schwerpunkt.
