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somno.netz entwickelt eine IT - Forschungsinfrastruktur, in der Akteure der patientenorientierten Forschung einfach und sicher Daten institutionsübergreifend verbinden und austauschen können. Sicherer Datentransfer und intuitives, feingranulares Rechtemanagement auch für heterogene Sicherheitskonzepte der einzelnen Labore sind wesentliche Bestandteile. Das Ziel ist eine generische Infrastruktur, die für viele Anwendungen aus der patientenorientierten Forschung konfiguriert werden kann. Die IT-Infrastruktur umfasst die föderierte Datenhaltung über verschiedene Standorte hinweg, den sicheren Datentransfer, eine rollenbasierte Rechteverwaltung sowie ein webbasiertes Zugangsportal.

SomnoNetz - Verteilte IT-Forschungsinfrastruktur zur multizentrisch vernetzten Forschung und Zusammenarbeit in der Schlafmedizin

Qualitätsmanagement in der Schlafmedizin

Konkret wird im Rahmen vom somno.netz die Qualitätssicherung der circa 300 DGSM akkreditierten Schlaflabore implementiert. Die Akkreditierung von Schlaflaboren durch die Deutsche Gesellschaft fur Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ist Bestandteil der Bemuhungen um Sicherung und Verbesserung der Qualitat der Patientenversorgung in der Schlafmedizin. Mit der Akkreditierung wird sowohl die Strukturqualität als auch die Prozessqualität geprüft. Das aktuelle seit 2009 umgesetzte Verfahren besteht aus einer Erhebung der personellen, räumlichen und apparativen Ausstattung des Schlaflabors, sowie aus eine Peer-Review-Begutachtung ausgewählter Behandlungsfälle. Die Reakkreditierung der Schlaflabore erfolgt alle zwei Jahre. Das Verfahren wurde bisher in Papierform mit großem zeitlichem Auswand für Labore und Gutachter durchgeführt. Zudem fehlt die wichtige Möglichkeit die entsprechenden mehrstündigen Polysomnographien von den Gutachtern einsehen zu lassen. Eine gemeinsame Infrastruktur kann neben dem vereinfachten und damit effizienteren und weniger fehleranfälligen Prozessablauf auch neue Möglichkeiten der Qualitätssicherung von Forschungsdaten ermöglichen. So könnte das Online-Scoring von Polysomnographiedaten zu Trainings- und Evaluationszwecken genutzt werden, um die üblicherweise recht hohe Interrater-Variabilität zu verringern und qualitativ hochwertigere Forschungsergebnisse zu erhalten.

Nationales Patientenregister für die Schlafmedizin

Darüber hinaus soll das Anwendungsszenario eines deutschlandweiten Patientenregisters für die Schlafmedizin analysiert und prototypisch umgesetzt werden. Regionale, nationale und internationale Datenbanken zu speziellen Schlafstörungen bestehen bereits, bilden jedoch die Realität aufgrund der hohen Komorbidität nur eingeschränkt ab. Gleichzeitig sind hierbei die Mindestanforderungen an Qualitätsstandards bisher nicht gegeben. Die Verknüpfung und Ergänzung der krankheitsspezifischen Datenbanken zu einem gemeinsamen Register unter dem Dach der DGSM würde erstmalig eine deutschlandweite prädiktive Aussage diagnostischer Parameter in Relation zum Therapie-Outcome schlafgestörter Patienten in Abhängigkeit bestehender Komorbiditäten ermöglichen. Nur über ein Register mit entsprechend hohen Fallzahlen über alle Labore hinweg können dann in weiteren Schritten individualisierte Therapie-Strategien erkannt und etabliert werden.

Project type:
E-Science
Project duration:
01.02.2012 - 31.01.2014
Project research areas:

Distributed Services
Privacy & Security

URL:
Project manager:
Dr. Marian Harbach