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APIS Group

APIS stellt personalisierte Dienste auf der Grundlage individueller Voreinstellungen bereit, die zu einem flexibel anpassbaren Profil gehören. Anschließend können die Benutzer auf Wunsch weitere Informationen direkt auswählen. Ausgehend vom Informationsbedürfnis der Benutzer untersucht APIS deshalb technische Möglichkeiten, um mit Hilfe eines interaktiven und kooperativen Anfrageablaufs auf effiziente Weise aus der gesamten verfügbaren Information nur die „Filetstückchen“ bereitzustellen. 

Beschreibung

APIS Group – Advanced Personalization in Information Services Individuelle Voreinstellungen bei heutigen Informationssystemen spielen wegen des stetig wachsenden Umfangs von Datenbankinhalten und der Notwendigkeit einer personalisierten Informationssuche eine wichtige Rolle. Weil traditionelle Datenbankanfragen vielfach unzutreffende oder zu viele Ergebnisse liefern, fühlt sich der Benutzer angesichts der Informationsflut im Stich gelassen. Daher untersucht die APIS-Gruppe personalisierte Serviceangebote auf Grundlage individueller Voreinstellungen des jeweiligen Anwenders. Solche Voreinstellungen stellen nicht nur das Informationsbedürfnis des Anwenders am besten dar, sondern enthalten auch Hinweise, welche Alternativen er in Betracht ziehen würde. Die Akzeptanz der Anwendereinstellungen und der effiziente Umgang mit diesen zählen dabei zu den wichtigsten Bausteinen kooperativer Informationsdienste. Fokus auf kooperativem Systemverhalten Kooperative Informationssysteme bieten benutzerzentriertes Suchen durch automatisches Auslassen von (weniger wichtigen) Fragebestandteilen an. Derzeit setzen die meisten Systeme komplizierte Rankings ein, um die Brauchbarkeit einer Information im Hinblick auf die Suchanfrage zu gewichten. Bei großen Informationsquellen ist diese Anwendung in der Praxis jedoch noch immer eingeschränkt: Denn im Allgemeinen kann man vom Anwender nicht erwarten, dass er eine sinnvolle Gewichtung für eine komplexe Anwendungsfunktion vorgibt oder er die berechneten Rankings intuitiv versteht. Deshalb wird heute für eine Vielzahl von Anwendungen, von der digitalen Element- Anpassung bis zu ortsgebundenen Informationsdiensten, das Paradigma der Skyline-Query eingesetzt. Bei der Skyline-Query gibt der Anwender nur Grundprädikate ein und bekommt so stets ein optimales Ergebnis, da auf diese Weise keine wichtige Antwort ausgelassen werden kann. Allerdings hat diese intuitive Formulierung der Abfragen ihren Preis: Zum einen ist die Berechnung solcher Anfragen relativ aufwändig, zum anderen steigt bei Skyline-Queries bekanntlich mit wachsender Anzahl der Suchprädikate die Zahl der Ergebnisse. Damit sieht sich der Anwender erneut einer großen Informationsflut gegenüber.   Fokus auf interaktive Suchprozesse APIS setzt zur Personalisierung der Ergebnisse auf die Zusammenarbeit mit dem Anwender und  unterstützt die Feinabstimmung des individuellen Einstellungsprofils. Der Anwender wird in die Lage versetzt, seine Abfrage interaktiv durch zusätzliche Einstellungen einzugrenzen und zwischen Alternativen auszuwählen. So wird die Anzahl der Treffer immer genauer angepasst und darüber hinaus können sogar ausdrücklich Alternativen gewünscht oder denkbare Kompromisse angegeben werden. Auch der Ausgleich bei einem Ungleichgewicht zwischen feineren und gröberen Einstellungsspezifizierungen ist möglich. Bei all diesen Aufgaben kann das APIS-System den Anwender effizient unterstützen, indem es automatisch dafür sorgt, dass neue Voreinstellungen und Äquivalenzen mit früher angegebenen Einstellungen logisch übereinstimmen. So werden Konflikte vermieden, und der Anwender versteht, in welcher Weise sein Informationsbedarf die Trefferquote beeinflusst. Zudem gestatten die im Framework für den Umgang mit Voreinstellungen entwickelten effizienten Algorithmen auch bei großen Informationssammlungen das Wiederauffinden der eingegrenzten Treffer unter Berücksichtigung von Echtzeiteinschränkungen. Der Vorteil personalisierter Informationsdienste wie APIS liegt im durchlässigen Zugang zu Informationen bei proaktiver Unterstützung von Informationssuche und -beschaffung. Zusammen mit innovativer drahtloser Technik und leistungsfähigen Client-Geräten tragen solche Dienste dazu bei, dass jederzeit und allerorts die richtigen Informationen bereitgestellt werden können. Das Projekt APIS führt Forscher aus unterschiedlichen Fachbereichen gezielt zusammen, um die Personalisierungsfähigkeiten moderner Informationsdienste zu optimieren. APIS wird im Rahmen des Emmy Noether-Programms zur Förderung exzellenter Nachwuchswissenschaftler von der Deutschen Forschungsgesellschaft gefördert.

Research area
Intelligent Access to Information
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