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Informationsveranstaltung zur Kultur indigener Völker Brasiliens

Das Forschungszentrum L3S bietet in Kooperation mit dem Hochschulbüro für Internationales der Leibniz Universität Hannover und dem Südamerika Zentrum eine Informationsveranstaltung zum Thema „BLICKE DER INDIGENEN VÖLKER BRASILIENS - KULTUREN UND LEBENSFORMEN“ an. Die Veranstaltung fängt am Mittwoch, 7. März, um 18:00 Uhr im Kino am Raschplatz in Hannover an und endet am Freitag, 9. März, mit einer offenen Abschlussveranstaltung in der Tellkampfschule (Altenbekener Damm 83) für Schulen und interessierte Gäste. Hervorzuheben ist die Veranstaltung am Donnerstagabend, 8. März, um 18.30 Uhr mit Christian Roussau und Shirley Djukurna in der TIB Bibliothek der Leibniz Universität Hannover (Sitzungsraum 1. Stock). Wir freuen uns sehr auf den Austausch und das persönliche Kennenlernen.

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Brasilien zählt zu den wichtigsten lateinamerikanischen Partnern Deutschlands in den Bereichen Kultur, Bildung, Forschung und Wirtschaft. Es ist ein Land der faszinierenden sprachlichen und biodiversen Vielfältigkeit, manchmal auch widersprüchlicher Realitäten, aber immer sehr resilient, voller Energie und hoffnungsvoll!
Vom 7. bis 9. März hat Hannover die Möglichkeit, ein sehr persönliches Beispiel der Vielfältigkeit Brasiliens direkt kennenzulernen: die Stammesführerin Shirley Djukurnã vom Krenak Stamm (Minas Gerais), Diogo Juruna vom Xavante Stamm (Mato Grosso) und Regisseur Armando Lacerda („Jururã, o Espirito da floresta”) sind für einen Kulturaustausch zu Gast. Alle interessierten Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind herzlich eingeladen.
Alle drei Gäste werden durch unterschiedliche Filme, Dialogforen, Präsentationen und schulische Veranstaltungen mit den lokalen Teilnehmern ihre Erfahrungen, Wissen und Weisheiten, Herausforderungen, Konflikte, Kämpfe und Hoffnungen aus den Lebensumständen im Regenwald Brasiliens teilen.
Die Veranstaltungsreihe wurde als ein sehr persönliches und interaktives Programm konzipiert, um Dialog und global-lokalen Austausch zu erzielen, somit können Verständnis und Brücken zwischen den Kulturen geschlagen werden.
Darüber hinaus werden Lehreinheiten für Schulen zu politischen, ökologischen und kulturellen Themen mit Originalmaterial aus den Stämmen und mit Unterstützung von Lehramtsstudierenden entwickelt.

 

Offenes Programm

Mittwoch 07. März, 18.00 Uhr
Dokumentarfilm „Jururã, o Espirito da floresta”
(86 Min., OmU auf Englisch)
Ort: Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover
Eintritt: 8,00 € / 7,50 €
Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Mario Juruna, dem
einzigen Indigenen, der im brasilianischen Parlament je einen
Sitz hatte. An seinem Beispiel wird die ganze Bandbreite
des Widerstandes und Überlebenswillens der indigenen
Gesellschaften aufgezeigt, die sich gegen das Vorpreschen
der sogenannten Zivilisierung wehren. Diskussion mit
Armando Sampaio Lacerda (Regisseur), Diogo Anhio Juruna
(Sohn des Hauptdarstellers), und Shirley Djukurnã Krenak.
Moderation: Zezé Rodrigues (Sprachdozentin / Übersetzerin
für brasilianisches Portugiesisch).
Diskussion zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung, zur
Menschenrechtssituation in den Reservaten sowie zur
kulturellen Begegnung.

Donnerstag 08. März,18.30 Uhr
Dokumentarfilme „Der Belo Monte Staudamm im Amazonasgebiet“
(15/30 Min. Deutsch) von Christian Russau (www.
outro-mundo.org) und „Guerra sem fim” (15/30 Min, OmU).
Ort: TIB (Sitzungsraum 1. Stock), Leibniz Universität Hannover,
Welfengarten 1 B, 30167 Hannover. Eintritt frei.
Diskussion mit Christian Russau (Regisseur, Journalist),
Shirley Djukurnã (Krenak Aktivistin) und Diogo Juruna.
Moderation: Zezé Rodrigues (Sprachdozentin / Übersetzerin für
brasilianisches Portugiesisch).
Für Getränke und Kuchen/Häppchen ist gesorgt, Spende erbeten.

Freitag 09. März, 12.30 Uhr
Offene Abschlussveranstaltung der Oberstufe
Thema: Globalisierung, Auswirkung des Klimawandels.
Was kann Hannover tun?
Ort: Aula Tellkampfschule, Altenbekener Damm 83
Offener Dialog für alle Schülerinnen, Schüler, Eltern und
interessierte Gäste auch anderer Schulen.


Referentin und Referenten, Gäste aus Brasilien
Shirley Djukurnã vom Krenak ist Nachfahrin eines großen
Häuptlings, der seinen Leuten Mut und Selbstbewusstsein
eigener Werte geben konnte.
Seit Jahren arbeitet diese charismatische und mutige
Frau für die Verbreitung der Kultur ihres Volkes und
vieler anderer, die von dem ökologischen Desaster eines
Dammbruchs am Rio Doce betroffen sind.
Diogo Juruna der Sohn von Mario Juruna, der als erster
Indigener 1983-87 in die Abgeordnetenkammer Brasiliens
gewählt wurde. Seine Wahl hatte starke Auswirkungen
auf Brasilien und die Welt. Er war verantwortlich für die
Schaffung einer ständigen Kommission für Indigene.
Armando Lacerda ist der Regisseur des Dokumentarfilms
“Jururã, o Espirito da floresta”. Er ist ein wichtiger Chronist
der sozialen Verhältnisse im Süden von Brasilien.
Christian Russau ist Autor und Aktivist. Sein
Arbeitsschwerpunkt ist das Monitoring des Agierens
deutscher Konzerne im Ausland, vor allem in Brasilien.