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CITYCoP

CITYCoP ist ein, durch das Förderprogramm ”Horizon 2020” der Europäischen Union,  gefördertes Projekt, dessen Ziel es ist eine EU weite App für Smartphones zu entwickeln, um die Kommunikation und andere Interaktionen zwischen Bürgern und den Strafverfolgungsbehörden zu verbessern. Das Projekt will die durch die Bürger genutzten Medien wie Smartphones, soziale Medien und mobilen Applikationen für den Bereich des Community Policing benutzen, um so eine möglichst hohe Anzahl an Nutzern zu erreichen. Dabei soll vor allem der Schutz der Daten und die Privatsphäre der Bürger geachtet werden, um so ein vertrauensvolles Miteinander zu fördern.

Beschreibung

Einführung

Die Theorien, die dem sogenannten Community Policing zugrunde liegen, erhielten neue Impulse mit dem jüngsten Aufkommen von Smartphones, Social Media und insbesondere den von Nutzern generierten Inhalten (UGC), durch welche die Bürger enger mit ihrer Gemeinde und den lokalen Strafverfolgungsbehörde (LEA) zusammenarbeiten können. Die Jahre 2010-2014 haben einen schnellen Anstieg von Smartphone-Apps zur Verbesserung der Erstattung von Strafanzeigen und anderen Formen von Hinweisen und Interaktion die mit dem Community Policing verbunden sind. Um diese technologischen Innovationen gut zu nutzen, ist CITYCoP darauf ausgerichtet, zu ermitteln, wie die Bedürfnisse von Bürgern und LEAs aussehen und wie diese mit den interaktiven Technologien intelligent erreicht werden können und gleichzeitig die Anzeigenerstattung und die Strafverfolgung zu verbessern sowie die Privatsphäre der Bürger zu schützen.

 

Motivation

Lange Zeit wurde das sogenannte Community Policing von den Behörden in ihre Konzepte zur Kriminalitätsbekämpfung und Öffentlichkeitsarbeit integriert. Doch in den vergangenen Jahren ist der Kontakt zwischen den Sicherheitsbehörden und Bürgern stetig zurückgegangen. Ein Kontakt zwischen den Beteiligten findet nur noch statt, wenn es um konkrete Anliegen einer Seite geht. Dabei werden die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden, spätestens seit der „NSA-Affäre“, durch den Bürger ständig kritisch beobachtet und die Verarbeitung von Daten durch Sicherheitsbehörden hinterfragt.

Dennoch ist die Kommunikation mit dem Bürger ein wichtiger Aspekt, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken und Kriminalprävention zu betreiben. Da dieses Anliegen aber nur funktionieren kann, wenn mit möglichst vielen Bürgern in Kontakt getreten wird, sollten bereits existierende und möglichst weitreichende Kommunikationswege genutzt werden. Die rasante Verbreitung von Smartphones und die Nutzung von sozialen Medien und mobilen Applikationen erfüllen genau diese Voraussetzung.

Das Projekt arbeitet daher daran, eine Applikation zu entwickeln, die die Kommunikation zwischen den Polizei- und Sicherheitsbehörden sowie den Bürgern ermöglicht. Die ersten Schritte des Projektes bestehen darin, die möglichen Funktionen einer solchen Applikation an den Bedürfnissen der Behörden und Bürger auszurichten. Neben einer Funktion zur reinen Kommunikation (per Messaging oder in Form eines Forums) wären weitere Funktionen, wie die Einrichtung einer Melde- und Anzeigefunktion oder einer Standortübermittlungsfunktion möglich.

Das Institut für Rechtsinformatik sowie das L3S der Leibniz Universität Hannover (LUH) begleiten das Projekt vor allem in den Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die entwickelten Module werden durch die LUH datenschutzrechtlich geprüft, vor allem die Verarbeitung der übermittelten Daten oder die Ortung von Standorten. Zusätzlich wird ein Datenschutz-Audit entwickelt, um den Bürgern eine möglichst hohe Transparenz zu gewährleisten und dadurch Vertrauen in die Nutzung der Applikation zu steigern. Aufgrund der hohen Sensibilität der übermittelten Daten ist ein strikter Schutz der Daten unerlässlich. Nur wenn der Bürger sicher sein kann, dass die Applikation keine „Spionage-Software“ darstellt, kann eine Steigerung des Sicherheitsgefühls erreicht werden.

 

Herausforderungen & Highlights

Am Ende des Projektes steht ein Praxistest an, bei dem die Applikation in vier ausgewählten europäischen Städten (Bukarest, Lyon, Florenz und Sheffield) einen Testlauf unternimmt. Im Rahmen dessen wird auch das Datenschutz-Audit auf die regionalen kulturellen und rechtlichen Gegebenheiten angepasst.

Team
Research area
Web Governance
Begin
End